Ernährungsvortrag 2011
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Altena. Der Bollerwagen mit Kürbisköpfen, Kartoffeln, Möhren und anderen in der Region geernteten Nahrungsmitteln stand neben
dem Rednerpult, am Eingang boten Hubert Deitmerg und Marita Knoche vom Landmarkt Altena leckere, herzhaft-gesunde
Schnittchen an, Gerlinde Fuhrmann von der Bücherei Katerlöh hatte die Fachliteratur mitgebracht: Knapp einhundert interessierte
Gäste waren am 19. Oktober 2011 in die Burg Holtzbrinck gekommen, um mehr über die „Ernährungslüge - denn wir wissen nicht,
was wir essen“ zu erfahren. Das Gesundheitszentrum „Gesund in Altena“ in der Kirchstraße 14/16 hatte zu diesem Abend
eingeladen. Und Dietlind Bauerfeind von der Burg-Apotheke, die für „Gesund in Altena“ die Fäden für diese Veranstaltung gezogen
hatte und deren Team überall zur Stelle war, wo helfende Hände gebraucht wurden, war überwältigt: „Ein so großes Interesse hatte
ich nicht erwartet!“ Die Sitzreihen mussten noch um einige Stühle ergänzt werden.
Die Freude über die große Resonanz stellte auch Silvia Wiechel vom Team der Burg-Apotheke heraus, als sie für „Gesund in
Altena“ den Referenten des Abends begrüßte: Wolfgang Ademes. Der 52-jährige Unternehmensberater aus Mühlheim an der Ruhr
hat selbst erlebt, worüber er dann sprach: Mit der Umstellung seiner Ernährung hatte er seinen Beschwerden ein Ende bereitet,
Schlappheit und ständige Migräneanfälle überwunden, seine Gesundheit und sein Wohlbefinden gefestigt.
In seinem Vortrag ging es Wolfgang Ademes nicht darum, Lebensmittelmathematik vorzuführen und Kalorien- oder
Cholesterinwerte zu addieren; es gab auch kein Nachsitzen für verpassten Chemie- oder Bio-Unterricht in der Schule. Anliegen des
Referenten war es vielmehr, aufzuzeigen, in welche Richtung das Denken gewendet werden kann: Gesundheit habe viel mit
Ernährung zu tun, und der Stoffwechsel des Menschen sei ein geschlossenes System, das man am besten durch die
Nahrungsmittel in ihrem Urstand bediene. Jeder Eingriff, jedes „Designen“ stelle eine „Verschlimmbesserung“ dar. Ademes sprach
bei manchen Produkt-Beispielen sogar von „Körperverletzung“, die die Lebensmittelindustrie dem Verbraucher antue.
Wenn der Referent verdeutlichen wollte, wie nachlässig viele Menschen mit der eigenen Ernährung umgingen, nahm er des
Deutschen liebstes Kind zur Hilfe: „Würden Sie das auch mit ihrem Auto so machen? Der Mensch ist keine Maschine, trotzdem
braucht er das Beste!“
So ging Ademes verschiedene Lebensmittel - z. B. Milch, Eier und Brot - durch, verglich die Kernlebensmittel mit den
Fertigprodukten, ging auf Vitamine ebenso ein wie auf Zusatzstoffe und machte anhand eines Apfels klar, wie vielfältig die Natur für
den Menschen sorge: „Der Apfel ist eine geballte Ladung Energie, eben Leben!“ Doch der Mensch halte sich für schlau: „Wir wollen
alles begreifen und in die Einzelteile zerlegen. Erst machen wir die Nährstoffe tot, um sie dann mit Zusatzstoffen neu zu kreieren.“
Doch eine isolierte Betrachtungsweise führe nicht zum Ziel; die richtige Ernährung sei eine ausbalancierte Komposition, die die
Natur bereithalte, die aber zum Beispiel bei Obst auch die genügende Zeit zum Reifen brauche.
Zum Schluss seines mehr als einstündigen Vortrages nahm Wolfgang Ademes seine vielen Zuhörer noch mit auf einen Rundgang
durch den „Verführer Supermarkt“, wo kein Quadratzentimeter dem Zufall überlassen, sondern alles der Verkaufsförderung
unterworfen sei. Seine Aufforderung, in die er durchaus auch die Bio-Nahrungsmittel einbezog: „Mit offenen Augen durch die
Regalreihen gehen und sich wie ein Auto fühlen: Für mich nur das Beste!“
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